Karin Herm von AMS Metallbeschichtung GmbH im Interview

Frau Herm, wie würden Sie AMS und Ihre Rolle im Unternehmen beschreiben?
Wir gehören zu den führenden Spezialisten im Bereich KTL- und Pulverbeschichtung. Bekannte Industrie- und Automobilkonzerne vertrauen auf unsere mehr als 40-jährige Expertise. Wir sind mehrfach ISO-zertifiziert.
Eigentlich bin ich für die Buchhaltung zuständig, aber das EDV-Thema ist über die Jahrzehnte bei mir hängen geblieben. Bei einem Mittelständler kann man nicht sagen: „Das geht mich nichts an.“ Man wächst in Aufgaben hinein – gerade wenn man lange dabei ist.
Sie sind also der zentrale Knotenpunkt für alle IT-Fragen. Das macht Sie schwer ersetzbar, oder?
Ein Stück weit schon. Aber ich dokumentiere sehr viel und ganz bewusst. CSS hat mir OneNote empfohlen: viele Register, alles sauber abgelegt. So bleibt Wissen auffindbar, nicht nur in meinem Kopf. Wir haben einen geschützten Bereich dafür, auf den nur CSS, die Geschäftsführung und ich Zugriff haben.
Zum besseren Verständnis für AMS: Wie sieht Ihr Tagesgeschäft aus?
Wir sind ein reiner Lohndienstleister. Wir beschichten Teile unserer Kunden – und das in einer enormen Bandbreite. Nur wenige Kunden geben uns eine Vorausschau. Wir wissen heute oft nicht, welche Aufträge nächste Woche kommen. D. h. unser Geschäft ist extrem dynamisch: Diese Woche Samstagsschicht, 9 Stunden im Zweischichtbetrieb und in der Folgewoche regulärer Betrieb mit 8-Stunden-Schichten an den Werktagen. Alle Teile müssen vor dem Beschichten geliefert und nachher wieder versendet werden. Logistisch ist das eine Herausforderung. Vier Staplerfahrer sind nonstop damit beschäftigt, LKWs zu be- und entladen, die Anlagen mit Material zu versorgen und Ordnung im Lager zu halten .
Was bedeutet Ihr dynamisches Umfeld für Ihre IT?
Die IT muss gleichzeitig stabil und flexibel sein. Unsere Kunden erwarten Geschwindigkeit, und wir müssen uns vom Wettbewerb abheben. Das geht nur mit Systemen, die zuverlässig laufen und mitwachsen.
Und weil alles so schnelllebig ist, müssen wir technologisch am Puls der Zeit bleiben. Ich versuche mich in Themen einzulesen. Und für den Rest habe ich die Profis von CSS im regelmäßigen Austausch hier vor Ort oder am Telefon.
Wie treffen Sie in einem so volatilen Umfeld strategisch wichtige (IT-)Entscheidungen und Investitionen?
Mit gesundem Menschenverstand und mit Blick auf unsere Zahlen treffen wir, zusammen mit der Geschäftsführung, praktikable und gute Entscheidungen. Wir versuchen, immer langfristig zu denken und so Versorgungssicherheit zu schaffen, wo es möglich ist. In der IT klappt das ganz gut, in anderen Bereichen vielleicht weniger. Ob es am Ende perfekt passt, weiß man manchmal erst im Nachhinein. Aber genau deshalb brauchen wir Partner, die ehrlich sagen, was wirklich sinnvoll ist und welche Lösungen zu unseren Anforderungen
passen.
Wie lange arbeiten Sie schon mit CCS zusammen? Und wie fing alles an?
Ich lernte Ralf Jüngling in den 80ern kennen als wir den 1. PC kaufen wollten. Ralf, damals noch für ein anderes bekanntes Systemhaus tätig, kam mit dem Angebot zu uns. Wir haben gekauft und sind Ralf quasi zu CSS gefolgt.
40 Jahre später ist unsere IT nicht mehr vergleichbar mit damals. Sie ist gewachsen und die CCS-Beziehung mit ihr. Wir waren wohl einer der ersten Managed-Service-Kunden.
Welche Leistungen nutzen Sie heute von CSS?
Viele. Alles, was Rechner, Netzwerk oder Server betrifft, kommt von CSS. Das Team sorgt auch für die Systemwartung und -pflege. Dafür haben wir entsprechende Managed Service-Verträge. Hardware wie Monitore, PCs, Überwachungskameras, USV oder NAS kaufen wir hauptsächlich bei CSS. Meist nützt es nichts, ein paar Euro zu sparen und hin und her zu „hoppen“, wie wir hier sagen.
„In unserem Serverraum ist nichts, was nicht von CSS ist. Punkt.“
Stimmt es, dass Sie sich als „Backup-Fanatikerin“ bezeichnen?
Ja. Ich sehe es wie jemand von CSS, der mal sagte: „No Backup, no Mitleid.“ Beim Backup, glaube ich, sind wir besonders „gut am Start“: CSS hat ein mehrstufiges Backup-Konzept mit vollständigen und inkrementellen Sicherungen für uns entwickelt und umgesetzt. Die Daten werden auf unterschiedlichen Medien und getrennten Systemen abgelegt, zusätzlich gibt es eine räumliche Trennung. Regelmäßige Restore-Tests stellen sicher, dass wir im Ernstfall wirklich wiederherstellen können.
Wer stellt sicher, dass das die IT funktioniert wie sie soll – Sie oder CSS?
Beide, perfekt eingespielt. Durch das IT-Monitoring haben wir den Überblick. Ich glaube, wir haben über 200 Dienste darin, z. B. auch den Temperaturfühler im Serverraum und das Notstromaggregat. Wenn etwas nicht stimmt, bekommen CSS und ich gleichzeitig eine Meldung.
Häufig übernimmt das CSS-Team schon proaktiv, weil sie wissen, dass ich Vertrauen habe und wie ich entscheiden würde. Zum Beispiel kam gerade dieser Tage folgende Nachricht: “Eure Nas hat gesagt, sie braucht ein Update. Ich hab` das gleich gemacht.“ Ist das nicht toll?
Was macht die Zusammenarbeit mit CSS für Sie besonders?
Das Menschliche, das Vertrauen und die Geschwindigkeit. Auch hier ein ganz aktuelles Beispiel, das mir ein warmes Gefühl gibt, weil ich merke, dass wir keine Nummer sind: Ein CSSler rief bei mir an mit den Worten „Karin, bei mir ist ein Termin ausgefallen. Soll ich das fällige VMware-Update gleich machen?“ Ich daraufhin: „Natürlich machst du das. Und das und das kannst du auch gleich noch machen.“ – Wo bitte, gibt es das bei anderen Dienstleistern?
Natürlich spielt die lange Beziehung dabei eine Rolle. Doch ehrlich: Ich habe nicht blindes Vertrauen, sondern bewerte echte Ergebnisse. Das spiegelt sich auch im positiven Feedback von anderen Firmen, die zu uns kommen, sei es die Versicherung, die Bank oder die anderen Softwarebetreuer.
Ihr ERP-Dienstleiter ist inzwischen selbst CSS-Kunde – stimmt das?
Ja! Die Firma war oft bei uns und hat gesehen, wie gut die Zusammenarbeit mit CSS funktioniert. CSS unterstützt inzwischen deren haus-eigene IT-Abteilung.
Gab es in den vielen Jahren ein persönliches Highlight, das Ihnen in Erinnerung geblieben ist?
Was ich nie vergessen werde: Ein Virusvorfall vor etwa 8–10 Jahren. Unser ERP-Dienstleister war remote auf dem System und sagte: „Karin, da stimmt etwas nicht. Gib CSS Bescheid!“ Ich weiß noch, es war am Nachmittag gegen 15:30 Uhr als ich anrief. Ein CSS-Team kam direkt her und hat die Nacht durchgearbeitet. Am nächsten Morgen um 8:00 Uhr konnten wir wieder Lieferscheine schreiben.
Wie sähe es bei einem Cybervorfall heute aus? Wären Sie arbeitsfähig?
Ja. Unsere Produktion ist komplett vom Netzwerk getrennt. Wir könnten weiter produzieren. Lieferscheine müssten wir vorübergehend manuell erzeugen; das ginge schon. Ein paar Tage wären wir absolut arbeitsfähig – übrigens auch bei einem Stromausfall. Wir haben ein richtig großes Notstromaggregat, an dem die Server und der Versand hängen. Die Lkws auf dem Hof könnten wir Alle noch abfertigen.
Wie Sie schon sagten, ist dranbleiben wichtig: Welche nächsten IT-Projekte planen Sie mit CSS?
Die Netzwerksegmentierung geht weiter: VLANs haben wir schon einige, CSS baut das weiter. Die Informationssicherheitszertifizierung, unterstützt durch DSS-connect, wollen wir zeitnah abschließen. Und gerade habe ich einen MDR-Service beauftragt. Auf die Reports bin ich schon sehr gespannt. Den Rest lasse ich auf mich zukommen. Manchmal ergibt sich auch relativ schnell etwas. Die CSS-Kollegen sind ja regelmäßig hier und erzählen, was es Neues gibt. Ergo: Wir bleiben dran. Gemeinsam.
Karin Herm, IT-Koordinatorin
Stand: 11.2025
AMS Metallbeschichtung GmbH
Branche: Metall
Mitarbeitende: 100
Sitz: Industriestraße 43, 74193 Schwaigern
www.ams-metallbeschichtung.de
